Letzte Chance: Kommissionelle Prüfung

Erfahrungsbericht: So läuft eine kommissionelle Prüfung ab.

Aller guten Dinge sind drei. Sagt man zumindest. Nach dem zweiten negativen Antritt bei einer Klausur an der Fachhochschule steht eine kommissionelle Prüfung an. Im folgenden Beitrag verraten wir dir, wie du dich darauf vorbereiten kannst, was dich erwartet und wie du gut durch die kommissionelle Prüfung kommst.


Ich ging aus dem Hörsaal und wusste schon: „Das war wohl nichts.“ Es kann schon mal vorkommen, dass man eine Klausur nicht beim ersten Antritt positiv besteht. Was passiert wenn man auch den zweiten Antritt vermasselt? Bei mir war es Finance und Controlling: Ich war bereits in das vierte Semester gestartet und hatte noch eine Klausur vom vorherigen Semester nachzuholen – und wusste dass auch dieser Anlauf nicht positiv war. Mein erster Gedanke: „Das wars. Das schaff ich niemals. Nicht neben den ganzen anderen Projekten und Prüfungen.“

Die Ladung zur kommissionellen Prüfung

Kurz danach bekam ich auch schon ein Nicht Genügend eingetragen. Auf Nachfrage im Studiengangsbüro erfuhr ich, dass mir der Termin für die kommissionelle Prüfung schriftlich mitgeteilt werden würde, und zwischen Bekanntgabe und Prüfung mindestens drei Wochen liegen müssen. Wenig später erhielt ich dann auch ein offizielles Schreiben – eine Ladung zur kommissionellen Prüfung. Darin stand der festgelegte Termin und wer daran teilnehmen würde. Neben dem Professor der Lehrveranstaltung waren das der Studiengangsleiter und ein weiterer Professor der jeweiligen Fachrichtung.

Vorbereitung auf die kommissionelle Prüfung

In den folgenden Wochen bereitete ich mich intensiv auf die Prüfung vor – und wiederholte jede einzelne Übung wieder und wieder, bis ich die ganze Thematik verstand. Meine Studienkollegen unterstützten mich auf dem digitalen Weg über eine WhatsApp-Gruppe und halfen mir wenn ich konkrete Fragen hatte. Sie sorgten für die nötige Motivation wenn ich wieder einen „Ich schaff das sowieso nicht“-Einbruch hatte.

Jetzt wirds ernst.

Dann war es soweit. An einem Montag um 16 Uhr stand ich vor dem Büro des Studiengangsleiters und war nervös. Sehr nervös. Ich versuchte mich selbst zu beruhigen mit den üblichen Prüfungsangst-Floskeln: Du schaffst das, Du kannst alles, Du hast genug gelernt, Und selbst wenn nicht kostet es dich auch nicht dein Leben. Alles klar. Dann los!

Die Professoren begrüßten mich und mir wurde die Frage gestellt ob ich gesundheitlich in der Lage bin, an dieser Prüfung teilzunehmen. Äh ja, denke schon!? Noch eine Unterschrift und schon erklärte mir der Finance-Professor die Aufgabenstellung. Ich hatte die Aufgaben in der Schwierigkeit unterschätzt und war kurz davor den kopf zu verlieren – nach ein paar Mal durchatmen hatte ich aber meine Konzentration zurückgewonnen und löste die Aufgaben so gut ich konnte. Mich irritierte dabei etwas, dass die Professoren mit mir an einem Tisch saßen und mich ständig beobachteten. Nachdem die Zeit um war verglich der Finance Professor meine Ergebnisse mit seiner Lösung und stellte mir daraufhin noch einige Verständnisfragen, dann wurde ich aus dem Büro gebeten – sie unterhielten sich wenige Minuten und ich durfte wieder rein. Ich hatte die Prüfung geschafft. Spannung bis zur letzten Minute.

Meine Tipps für die kommissionelle Prüfung

  • Lass es nicht so weit kommen!
  • Und wenn doch: wirf die Nerven weg, jammere darüber wie schrecklich unfair alles ist und dass du das niemals schaffen wirst ABER dann reiß dich zusammen, atme tief durch und erstelle einen Lernplan.
  • Von nix kommt nix. Du hast die ersten beiden Antritte vermasselt, also wirst du auch beim dritten nicht durchkommen ohne zu lernen. Vergiss auf keinen Fall sowohl Theorie als auch Praxis zu lernen! Denn das eine funktioniert ohne das andere nicht…
  • Vergiss nicht auf Kugelschreiber, Taschenrechner und deinen Ausweis.
  • Bleib ruhig. Lass dich nicht rausbringen und sag dir immer wieder vor: Ich schaffe das!
  • Viel Glück, du schaffst das!

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