Im Gespräch: Dr. Mag. Bernhard Bräuer

Dr. Mag. Bernhard Bräuer ist Betriebswirt und Vortragender für Marketing an der FH Steyr. Er kennt aus seiner langjährigen Erfahrungen im Managementbereich und seiner Consultant-Tätigkeit viele Branchen und Unternehmen. In einem Interview hat er uns mehr über sich erzählt:

Bernhard Bräuer hat uns mit viel Geduld in den ersten Vorlesungen an der FH Steyr die Marketing-Grundlagen erläutert. In der Lehrveranstaltung legt er sehr viel Wert auf eine abwechslungsreiche Gestaltung der Themen und einen praxisorientierten Zugang. Zusätzlich spornt er die Studenten dazu an aktiv mitzudenken, Lösungsansätze zu hinterfragen und gemeinsam zu diskutieren.


Steckbrief

Name: Dr. Mag. Bernhard Bräuer

Geburtstag: 19.12.1970

Wohnort: Sierning

Beruf: Betriebswirt

Studium: Betriebswirtschaft, Volkswirtschaft (JKU Linz)

Interessen: Digitalisierung, strategisches Marketing, Multichannel Marketing, Marktforschung

Motto: Fake it until you make it.


Was qualifiziert Sie im Besonderen als Vortragender für E-Marketing?

Meine langjährige Erfahrung in der Managementpraxis und im akademischen Bereich. Darüber hinaus konnte ich vor allem im Rahmen meiner Tätigkeit als Consulter viele unterschiedliche Branchen und Unternehmen kennen lernen. Außerdem lernt man als Consulter Dinge sehr strukturiert zu analysieren und argumentativ gut abgesicherte Konzepte zu entwickeln. Ich glaube es gelingt mir ganz gut, die Studierenden zum Analysieren, Diskutieren und Hinterfragen von Dingen anzuleiten und gute/kreative Antworten auf Problemstellungen zu finden.

Was ist für Sie eine der größten Herausforderungen bei Vorlesungen und warum?

Die Studierenden kommen mit einem unterschiedlichen beruflichen Background in die Vorlesung. Herausfordernd finde ich daher immer, die richtige Mischung zu finden hinsichtlich des Umfangs der Inhalte und dem Tempo der Vermittlung.

Was war Ihr persönliches Lieblingsfach in Ihrer Schullaufbahn und während des Studiums?

Lieblingsfächer in meiner Schullaufbahn waren BWL und VWL. Wenig überraschend habe ich auch dann beide Fächer in einem Doppelstudium studiert. Aber außer Stenografie und Zeichnen habe ich eigentlich alle Fächer recht gern gehabt.

Welche Entwicklungen werden in den nächsten zehn Jahren die Möglichkeiten im E-Marketing am stärksten beeinflussen?

Bernhard Bräuer

Marketing und Electronic Business ist ein Studium auf der Höhe der Zeit, ein perfekter Türöffner für viele interessante Jobs und Herausforderungen in der Wirtschaft. Foto: B. Bräuer

Grundlagen des Marketings im Sinne einer kunden- und marktorientierten Ausrichtung des Unternehmens werden sicher unverändert bleiben. Aber mit den technologischen Entwicklungen entstehen neue Enabler, die Potenzial für viele neue Produkte bzw. neue Businessmodelle entstehen lassen. Auch die Werkzeuge und Instrumente des Marketings werden sich verändern. Wichtige Themen sind zukünftig beispielsweiseVirrtual/Augemented Reality, Consumer Analytics (Big/Smart Data), Artificial Intelligence, Internet der Dinge (hohes Potenzial für neuen Customer Value/Customer Convenience) oder etwa neue logistische Konzepte im B2C Marketing (zB. automatische Bestell- und Replenishmentsysteme bei Lebensmitteln). Aber es gibt natürlich auch abseits der Digitalisierung viele Themen, die es zu beachten gibt, z.B. weiterhin ein starker Trend in Richtung Ethik/Nachhaltigkeit im Konsumverhalten (vor allem in den Branchen Lebensmittel, Tourismus, Mobilität).

Worauf könnten Sie im Arbeits/Studienalltag nicht verzichten?

Nicht verzichten im Arbeitsalltag sollte man auf den Aufbau und die Pflege eines guten und tragfähigen persönlichen Netzwerkes.

Angenommen Sie starten als berufsbegleitender Student in das erste Semester – worauf freuen Sie sich?

Natürlich auf Marketing , aber sicher auch auf viele neue Bekanntschaften und spannende Persönlichkeiten. Ich freue mich auf eine Zeit mit vielen inspirierenden Momenten und Lernerfahrungen.

Mal ganz ehrlich: Welche Charaktere von Studenten können Sie gar nicht leiden? Wirkt sich Sympathie manchmal vielleicht auch auf die Benotung aus?

Letzteres kann ich mit Sicherheit ausschließen. Das liegt auch daran, dass ich bei der Bewertung von schriftlichen Klausuren nie auf den Namen schaue bzw. das Deckblatt mit dem Namen bewusst beiseite lege. Ich kann eigentlich alle Studierenden sehr gut leiden. Besonders angetan bin ich natürlich von wissbegierigen und ehrgeizigen Menschen, die kreativ im Denken bzw. Verknüpfen von Argumenten und Erkenntnissen sind.


Wordrap…

Marketing und Electronic Business ist …

… ein Studium auf der Höhe der Zeit, ein perfekter Türöffner für viele interessante Jobs und Herausforderungen in der Wirtschaft sowie ein intellektuell und sozial inspirierender und bereichender Lebensabschnitt.

FH oder Uni?

… ich kenne beide Welten und schätze auch beide Bereiche. Die Entwicklung des FH-Sektors ist auf jeden Fall eine sehr beeindruckende Erfolgsgeschichte.

Freizeit ist für mich wenn …

… ich in der Natur unterwegs sein kann und sich vieles relativiert.

Der größte persönliche Erfolg?

Es viele Dinge, die mir geglückt sind und über die ich mich freue.

Sport oder Couch?

Eher Sport, ist aber wetterabhängig.

Geld oder Glück?

Eigentlich nicht unbedingt ein Widerspruch. Ein gewisse materielle Sicherheit finde ich schon wichtig für ein gutes Leben. Aber das ist natürlich noch kein Garant für persönliches Glücklichsein. Das ist sehr stark eine Frage der Lebenseinstellung. Für mich spielen da Dankbarkeit und Zufriedenheit eine wichtige Rolle.